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Die Geschichte der Marktkapelle

Die Blasmusik in Markt Schwaben hat schon eine lange Tradition. Vielen unserer älteren Mitbürger wird vielleicht die "Blaskapelle Sepp Emmer" ein Begriff sein, aus der sich später dann die "Blas- und Tanzkapelle Josef Bruckner" (der schon verstorbene Vater des ehemaligen Dirigenten Josef Bruckner) herauskristallisierte, neben Sepp Bruckner sen. mit dem Stammpersonal „Egal" Geisberger, Josef Seiler, Hans Haller. Auch sie haben lange in unserem Markt bei jeder Gelegenheit „den Ton angegeben"! Nicht zu vergessen auch die legendäre "Blaskapelle Schartner", die Jahrzehnte bei vielen festlichen Anlässen aktiv in Erscheinung trat. Als spätere "Originale-Oberlandler Blas- und Trachtenkapelle Schartner" machte dieses starke Ensemble nicht nur in Markt Schwaben und Umgebung, vielmehr auch im Ausland Furore. Dann wurde es vorübergehend still mit der Blasmusik. Die Zeit des Fanfaren- und Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr war angebrochen, die Tanzbands im Ort mehrten sich und es wurde Funkstille um die Blasmusik.

Die Geburtsstunde für die bestehende „Marktkapelle" schlug offiziell am 26. November 1983 anläßlich einer Versammlung des Schwabener Vereinskartells. Voraussetzung für eine Marktkapelle müsse sein, so hieß es in der Aussprache, daß diese nicht professionell tätig werde, da in diesem Falle jegliche Möglichkeit einer Unterstützung fehlen würde. So stellte dann auch der damalige 1. Bürgermeister Haller zunächst die Kantine im Rathaus als wöchentlichen Probenraum zur Verfügung, bis dann später ein geeigneter Saal mit erforderlichem Nebenzimmer für das Vereinseigentum im alten Schulgebäude, der Musikkapelle zugewiesen wurde. Dort ist auch heute noch das Domizil der Marktkapelle. Nachdem sich Josef Bruckner zudem spontan auch als Dirigent der Marktkapelle zur Verfügung stellte, fand sich schneller als erwartet eine Schar von Musikfreunden.

Man höre und staune: die Bläsergruppe der künftigen „Schwabener Marktkapelle" stellte sich schon zum Weihnachtsmarkt am Sonntag, 20. Dezember 1983 der Öffentlichkeit vor. Josef Bruckner als Leiter, Markus Vilgertshofer, der leider schon verstorbene „Biwe" Gnädiger, das Nachwuchstalent Ulli Eck, Thomas Pech, Bernhard Schmitt, Paul Schmid, Fritz Götz und Peter Zorn bestanden glänzend das erste öffentliche Auftreten. Es war geschafft, ein gelungener Einstand. Bald wurde es ein Orchester mit 18 Musikern und schon im Juli 1984 gab es das erste sonntägliche Standkonzert am Maibaum. Mittlerweile über 20 Aktive.

Am Freitag, den 25. Januar 1985 wurde schließlich der "Musikverein Markt Schwaben" gegründet, unter dessen Obhut die Marktkapelle Markt Schwaben künftige Unterstützung und Betreuung finden sollte. Die Erhaltung, Pflege und Förderung der volkstümlichen Blasmusik sowie die Ausbildung eines musikinteressierten Nachwuchses galten als Aufgaben des Vereins und werden seither auch in vollem Umfang in die Tat umgesetzt. Der Verein mit seinen aktiven und vor allem fördernden Mitgliedern, zählt heute weit über 200 Personen. Bei der Gründungsversammlung wurde folgende Vorstandschaft gewählt: 1. Vorstand Fritz Götz, 2. Vorstand Paul Schmid, Kassier Hans Kleininger, Schriftführer Willi Haller (damals noch 1. Bürgermeister). Eine Vereinssatzung wurde verabschiedet, es erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister und auch die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt. Aus den sieben Gründungsmitgliedern der Marktkapelle wurde bald ein Orchester mit nahezu 30 Musikern.

Ein volles Haus schließlich beim ersten Frühjahrskonzert der Marktkapelle am Samstag, 23. April 1985 im Brauereisaal Widmann. Daraus wurde eine feste jährliche Einrichtung. Die Routine stieg, dazu aber vor allem auch das Niveau! Musikleiter Josef Bruckner wagte sich bei den jährlichen Frühjahrskonzerten immer mehr auch an schwierige Musikstücke. Schon bei der Premiere 1985 staunten die begeisterten Zuhörer! Operettenmelodien, Ouvertüren, Potpourrien, Konzertwalzer und Dixie-Paraden boten ein anspruchvolles Programm. Der Taktstock war bei Josef Bruckner in besten Händen.

Der Beitritt zum Musikbund von Ober- und Niederbayern war eine Selbstverständlichkeit. Der harte Kern der Marktmusikanten stellte sich den Leistungsprüfungen und dies mit Erfolg. Früh legte die Marktkapelle wert auf ein einheitliches Erscheinungsbild, es wurde eine gediegene gleiche Bekleidung gewählt und angeschafft. Ein Meilenstein für die Zukunft der Marktkapelle ist sicherlich die gute Zusammenarbeit mit der Musikschule des Volkshochschul-Zwecksverbandes, dem die Marktgemeinde Markt Schwaben angehört. Höhepunkt im Schwabener Fasching waren die im Widmannsaal veranstalteten Faschingsbälle des Musikvereins. „Musik für drei Generationen" war jeweils angesagt, der musikalische Ausflug ging zurück in die 50er und 60er Jahre. Kaum mehr ein Fest im Ort und in der nähren Umgebung, wo nicht die Marktkapelle mit im Einsatz war.

Aber auch die Geselligkeit wurde gepflegt, dies vor allem bei den Weihnachtsfeiern oder bei den gemeinschaftlichen Ausflügen, etwa nach Aurach in Tirol, wo man nach dem Gottesdienst ein stündliches Platzkonzert gab. Auch der zweitägige Ausflug nach Virgan/Maitrai wurde ein schönes Erlebnis. Im Frühjahr 1991 umrahmte die Marktkapelle eine Sendung des Bayerischen Rundfunks mit dem Titel „Grüße aus Markt Schwaben", die an einem Sonntagvormittag über den Äther ging. In der Jahreshauptversammlung am 24. November 1991 legte Fritz Götz sein Amt als 1. Vorsitzender nieder, an seine Stelle rückte der bisherige 2. Vorstand Paul Schmid, das Amt des 2. Vorstandes wurde Jakob Huber übertragen. Heute ist Albert Hones der 1. Vorstand.

 

Die Vorstandschaft der Marktkapelle setzt sich derzeit folgendermaßen zusammen:

1. Vorstand                   Albert Hones

2. Vorstand                   Paul Schmid

1. Dirigent                     Bernhard Schramm

2. Dirigent                     Peter Obkirchner

1. Kassier                     Sabine Hundhammer

2. Kassier                     Markus Vilgertshofer

1. Schriftführer            Julia Nafe

2. Schriftführer             Marco Langwadt

1. Notenwart                Bernhard Schmitt

2. Notenwart                Angelika Herzog

Zeugwart                      Max Wörndle

Jugendwart                  Elisabeth Widmann

 

 
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